Freitag, 23. Oktober 2009

ENDIVIEN EINTOPF

Herbstlicher geht's nicht :-)!

Und außerdem eine Premiere im Hause Sammelhamster:
noch nie wurde hier was mit Endivien gemacht.
Keine Ahnung, warum, vielleicht weil ich dieses Gemüse nur als bitteren Salat mit einem merkwürdigen Zuckeressigdressing in Erinnerung habe...?

Jedenfalls war dieser Eintopf absolut wiederholungswürdig, das fand auch der Mitesser.

Zuerst wurde ein halbes Kilo rotschalige Kartoffeln gewürfelt und in Gemüsebrühe weichgekocht, dann mitsamt Schale (schließlich hat es hier die meisten Vitamine und noch dazu die nette rote Farbe) gestampft. 
In der Zwischenzeit kann man so ungefähr 200 Gramm Kalbsgeschnetzeltes anbraten, dann aus dem Topf nehmen und Endivien, in feine Streifen geschnitten, mit Knoblauch und roten Zwiebeln anbraten und zusammenfallen lassen.

Gewürze:
Zimt/ Kardamom/ Pfeffer/ Senf/ Meersalz/ zerdrückte Kapern und etwas Kapernessig

Dann Fleisch und Kartoffelstampf dazu, ein bisschen köcheln lassen und am Schluss noch geröstete Mandelsplitter darübergeben:


KartoffelKalbEndivienEintopf


Wunderbar würzig, gar nicht bitter (obwohl ich das ja inzwischen auch gerne mag) und schön warm im Bauch!

Kommentare:

  1. freut mich, dass Ihr Gefallen an Bitterem findet, auch wenn man es nicht mehr rausgeschmeckt hat :-) Danke für die Erinnerung an das Zuckeressigdressing !

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  2. @lamiacucina:
    der Geschmackssinn ändert sich tatsächlich im Laufe der Zeit ;-))
    Könntest du mal etwas mit diesem Dressing anmachen, damit ich das Rezept einmal nachbauen kann, vielleicht schmeckt das inzwischen ja auch gut...

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  3. Dankefein für die Anregung, ich habe mich bei dem Überangebot an Endivien zur Zeit schon gefragt, was man damit machen könnte. Wird auf alle Fälle so ähnlich nach gekocht.

    Tanya, njam.

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  4. Endivien, hhmm, jetzt muss ich rasch übersetzen, in D. ist das der grüne Frisée Salat, oderN Hier bei uns nennt man Chicorée Endives....

    Ich mag's gerne!

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  5. Oh ja, Endiviesalat....da erinnere ich mich auch noch allzu gut dran....das gab es sehr häufig im Herbst/Winter. :-(

    Deine Variante klingt da schon viel besser!

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  6. Im Bauch ganz warm, ist ja ein schönes Attribut. Mit diesen Bittergeschmacksgemüsen konnte ich mich bis jetzt noch nicht anfreunden. Du meinst also, das muss man öfter essen. Vielleicht hilft das ja auch bei mir.

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  7. Sieht ganz lecker aus. Ein bisschen wie Pichelsteiner.

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  8. @tanya:
    Gerne ;-)

    @bolli:
    gute Frage, was Endivien bei euch sind, Friséesalat gibts hier nämlich auch...

    @eva:
    als Salat möchte ich es aber auch mal wieder essen, vielleicht schmeckt es ja inzwischen...

    @buntköchin:
    ab 40 kriegt man doch einen ganz anderen Geschmack :-))) Probiers einfach mal wieder.

    @schnick:
    stimmt, es gibt gewisse Ähnlichkeiten. Pichelsteiner ist aber irgendwie mehr rot, oder?

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  9. Auch bei mir kommt Endiviensalat ganz selten zum Einsatz. Das sollte sich vielleicht mal wieder ändern.

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  10. @lavaterra:
    bin gespannt auf deine Version, vielleicht etwas aus dem griechischen Kochbuch??

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  11. Es stellt sich die Frage, wie überhaupt ohne die wertvollen Bitterstoffe die letzte Jahre überlebt werden konnte. Also Rettung in letzter Minute ;-)

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  12. @kulinaria:
    ab einem gewissen Alter muss man eben auf gesunde Ernährung achten ;-)

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  13. Anonym17.11.09

    liebe Bollis Kitchen,

    Endiviensalat ist weder Friséesalat noch Chicorée. Bei uns ist Chicorée dieser kleine weiße Trieb aus der Rübe. Wird in Kellern gezücjtet und hat kein Chlorophyl. Endivie ist aber ein richtiger Salat mit kräftig grünen Außen-Blättern und zart buttriggelben Innenblättern. Der Salatkopf ist ausgesprochen groß, die Blätter sind robust und fest und tatsächlich etwas krusselig an den Blattenden, aber nicht so wie Frisée. So ein Endiviensalat kann locker unterarmlang sein. Und es gibt ihn nur im Herbst. Ausgesprochen saisontreu, der Gute.

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