Mittwoch, 26. August 2015

AMARANTH UND WAS GANZ FEINES

Da mein Rosmarin ja eh jeden Winter erfriert und es ja offensichtlich immer stärker auf diesen zugeht (zumindest sagt mir das mein Tiger, der sich gerade sowohl einen dicken Winterpelz wachsen lässt als auch eine ordentlich Speckschicht zulegt), wollte ich heuer mal einen Teil davon konservieren und habe eine Art Brotaufstrich zu Käse oder so daraus gemacht.
Die Grundmasse sind pürierte Aprikosen, die mit ein paar Zweigen Rosmarin aufgekocht werden und dann eine Viertelstunde köcheln dürfen.
Dann kommen die Zweige raus, ein paar Nadeln wieder rein (wobei kleingehackt geschickter wäre, wie ich inzwischen weiß) und die entsprechende Menge 3:1 Gelierzucker mit einem Schuß Zitronensaft dazu, vier Minuten sprudelnd köcheln, abfüllen in sterile Gläser, fertig.
RosmarinAprikosenGelee

Unheimlich intensiver Geruch!
Der erste Geschmackstest pur ist auch schon mal nicht schlecht....und jetzt probiere ich etwas für mich neues aus!
Amaranth.  Hatte ich noch nie. Wird echt mal Zeit. Soll ja so super gesund sein und alles mögliche an Inhaltsstoffen haben*.
Also los!
Zuerst wird der Amaranth gewaschen und dann mit der doppelten Menge Wasser 20 Minuten lang gekocht.
Inzwischen schnipple ich Frühlingszwiebeln, bunte Tomaten und ein Stück Gurke in hübsche kleine Stückchen und gebe den gekochten Amaranth noch für weitere 20 Minuten dazu, damit er weiter ausquellen kann.
Gewürzt wird mit Salz, Pfeffer und Chili (etwas zuviel, wie ich später bemerken werde :-/ ).

Nach der Quellzeit kommt noch zerbröckelter Ziegenkäse und eben jenes Rosmaringelee dazu.

AmaranthSalat 
mit 
Ziegenkäse und RosmarinAprikosenGelee


So.....hm.
Also: die Kombination von Ziegenkäse und dem neuen Gelee ist der Hammer.
Schmeckt wirklich sehr intensiv, die sperrigen Nadeln stören zwar etwas, aber das geht schon.
Nur.......dieses Pseudogetreide überzeugt mich nicht.
Das "Mouthfeeling" ist zwar ganz nett, angenehmer Crunch, aber geschmacklich so neutral, dass ich da auf jeden Fall Couscous oder Bulgur bevorzugen würde.
Aber aussehen tut es doch ganz lustig und ich habe es immerhin jetzt auch mal ausprobiert!

*Notiz an mich: als nächstes Amaranthpops machen!! Hört sich lustig an.

Montag, 24. August 2015

NAR EKSISI IM ORIENTALISCHEN AUBERGINEN KICHERERBSENSALAT

Bei Sabine von Bonjour Alsace gab es neulich ein wunderbar orientalisches Gericht von dem ich mal wieder sofort wusste: das will ich auch!!
Allerdings waren vor dem Genuss einige Vorarbeiten nötig, damit es auch wirklich perfekt wird.
Ganz wichtig für den Geschmack ist nämlich das berühmte Nar Eksisi, dieser Granatapfelsirup, von dem ich zugegebenermaßen vorher nie gehört hatte.
Beim danach googeln finden sich durchaus Bezugsquellen, aber irgendwie hattte mich der Ehrgeiz gepackt, das selbst herzustellen.

Dafür braucht es nicht viel:
  • 330 ml Granatapfeldirektsaft
  • 70 g Waldblütenhonig
  • Saft einer halben Zitrone 
Das wird zusammen in einen Topf gegeben:
Kurz aufgekocht und dann gerührt.....
Und gerührt.....
Und irgendwann ist es dann ein dickflüssiger Sirup!

(Memo an mich: die Fenster während des Kochvorgangs verschlossen halten, falls man hinterher nicht die ganze Bude voller Wespen haben will).

So.
Teil 1 hätten wir.
Jetzt zum eigentlichen Gericht!
Es gibt einen Salat mit Auberginen und Kichererbsen.

Rezept für den Salat (Original hier):
  • eine in dünne Scheiben geschnittene Aubergine, am Vortag auf dem Grill gegrillt
    eine halbe Tasse eingeweichte und gekochte Kichererbsen
  • eine Handvoll in Öl eingelegte getrocknete Tomaten und getrocknete Datteln, in kleine Streifen geschnitten
  • etwas frischer Babyspinat
  • Petersilie

Und für das Dressing:
  • 1 EL Grapefruitsaft
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 EL Granatapfelsirup (Nar Eksisi)
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1/2 TL Zimt
  • frisch gemahlener Pfeffer
  • etwas Piment
Joghurtdip und Topping:
  • 150 g Joghurt 
  • 1 TL Baharat
  • 1 TL Schwarzkümmelsamen und 1 TL Kreuzkümmelsamen, trocken in der Pfanne geröstet
So. Das war's auch schon ;-)
Jetzt wird alles kombiniert!
AuberginenKichererbsenSpinatSalat
mit 
Nar Eksisi und BaharatJoghurt
Ein Traum!
Das übertrifft tatsächlich noch mal meine Erwartungen.
Ich hatte es mir ja gleich super lecker vorgestellt, aber diese vielschichtigen Aromen, Texturen und Gewürze sind wirklich spitze.
Danke an Sabine für die gute Idee!!

Sonntag, 23. August 2015

GENUSSBLOGGERTREFFEN IM AUGUST

Im Sommer verlegen wir den monatlichen Stammtisch der Würzburger Genussbloggergruppe ja gern mal woanders hin.
Dieses Mal dachten wir, es wäre doch wieder schön, der Osteria trio einen Besuch abzustatten, da waren wir ja wirklich schon lang nicht mehr.

Außerdem waren diesmal seltene und noch nie gesehene Gäste anwesend außer den bereits bekannten und gern gesehenen!
Da es diesmal kein Menü gab sondern wir à la Carte bestellten, wurde zuerst mal die umfangreiche Pizzakarte studiert!
Da fällt die Auswahl echt nicht leicht...hört sich alles gut an.
Da unser neuester Stammtischbesucher zwar ein Blogger aber kein Foodblogger ist, darf er sich ganz für sich alleine seine Pizza aussuchen.
Auf einem eigenen Teller ;-)

Der Rest fing mal mit Tirol an:
Pizza Tirolese 
mit 
Mozzarella/ Speck/ Tapenade/ Büffelmozzarella

Schön würzig salziger Geschmack, knuspriger luftiger Boden, gute Wahl für die Vorspeisenpizza.

Jetzt kommt die immergernwieder Variante!
Pizza Siziliana
mit
Mozzarella/ Kapern/ Oliven/ Sardellen/ Tomaten

Auch die Hauptspeisenpizza war eine super Wahl!
Sardellen sind immer lecker.

Dann wurde es schwierig!
Wir hatten nicht mehr viel Zeit, weil der Tisch nach uns anderweitig vergeben war, und es hätte doch noch soviel zum Ausprobieren gegeben auf der Karte....
Also, schnell entscheiden:
Pizza Syracusana
mit
Mozzarella/ Auberginen/ Kapern/ Oregano/ Bufala

Fein. Hab' ich auch gemocht.
So richtig satt war ich jetzt zwar noch nicht....Pizza kann ich ja immer und viel essen, aber hilft alles nix, wir müssen raus.
Also führte der Weg über den Main zurück in die Stadt zur besten Eisdiele am Platz.
Vom Eis habe ich leider kein Bild.....vielleicht haben die anderen Kollegen eins gemacht?

Und da es tatsächlich noch mal eine laue Sommernacht war, konnten wir auch gemütlich am Ratskeller draußen sitzend noch einen schönen kühlen AperolSprizz zum Abschluss genießen.
 
Es war ein interessanter Abend, ich habe viel gehört über SEO Content und Suchmaschinenoptimierung und weiß jetzt auch Bescheid über die aktuellen Zugriffszahlen meines Blogs sowie alles über das ehemalige Einfuhrverbot von Crottin in Deutschland...und gut gegessen haben wir trotzdem auch :-D

Hat Spaß gemacht!

Mittwoch, 19. August 2015

RESTEESSEN IN GUT

Ein weiterer Beweis dafür, was dieser Sesam Umami Mix für ein geniales Zeug ist!
Eigentlich war nur ein flott zusammengerührtes Kühlschrankaufräumresteessen nach einer super anstrengenden Arbeitswoche (und dabei ist erst Mittwoch :-/ ) geplant, das sicher nicht gebloggt werden sollte.
Aber dann....es hat genial geschmeckt.

Es waren noch Zucchiniraspel von den gestrigen FreestyleSchokoZucchiniMuffins (auch nicht verbloggt, da rezeptlos aber lecker) da, die habe ich mit Buchweizenpolenta, Buchweizenkörnern, Chiasamen und eben jenem Sesam Umami Mix vermischt und dann zusammen mit einer geschnippelten Gelben Rübe im Backofen knusprig gebacken und außerdem noch eine restliche halbe Gurke mit Quark, ungarischer Knoblauchcreme und Zitronenmelisse verrührt.
Und das Ergebnis war echt gut.
ZucchiniPuffer
mit
Gelbe RübenChips und Zaziki
 
Ich mag das, wenn man erstens Reste nicht wegwerfen muss sondern verwerten kann und es außerdem noch schmeckt :-D

Dienstag, 18. August 2015

LINSEN MAL WIEDER

Bin mir nicht sicher, aber das war vielleicht die bisher genialste Linsenkombi für mich :-)
Hat nämlich einfach alles gepasst....ich hatte eine wunderbar genussreife Mango, einen frischen grünen Salat, cremigen Manouri und meine geliebten PuyLinsen.
Für Dressing braucht es lediglich etwas weißen Balsamico, ein wenig Olivenöl, Salz, Pfeffer und, ganz wichtig, eine Prise gemahlene Vanille.
PuyLinsenSalat
mit 
Mango und Manouri

Ich könnt' gleich nochmal eine Portion verdrücken :-D

Montag, 17. August 2015

CHAKCHUKA NACH HUGH DINGENS

Ohoh.
Es könnte sein, dass Herr Hugh Dingens dem Herrn Otto den Rang streitig macht...zumindest was Shakshuka betrifft.
Bisher hatte ich mein Shakshuka ja immer nach Art von Ottolenghi zubereitet und es für sehr gut befunden.
Jetzt hat aber neulich Tina von Foodina ein Chakchuka nach dem mir bisher nur dem Hörensagen nach bekannten Hugh Fearnley-Whittingstall gekocht.
Da muss ich doch gleich mal einen Geschmackvergleich machen.

Als erstes stelle ich fest: man braucht viel weniger Zutaten als für den Herrn Otto.
Dann lege ich los.
Streng nach dem Rezept von Tina, will ja das Original testen.

Rezept:
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 TL Kreuzkümmelsaat
  • 1 Zwiebel, halbiert und dann in feinen Scheiben
  • 1 Knoblauchzehe, gehackt
  • 1 rote Paprika, in feinen Streifen
  • 1 gelbe Paprika, in feinen Streifen
  • ½ TL Pimenton de la vera, scharf
  • 400 g KirschTomaten aus der Dose
  • 2 Eier
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
Der geröstete Kreuzkümmel riecht schon mal wunderbar.

Zubereitung:
  • Das Öl in einer großen, ofenfesten Pfanne auf mittlere Hitze erwärmen, Kreuzkümmel darin für ein paar Minuten anbraten, dann Zwiebel hinzugeben und sanft garen, bis sie weich und goldbraun ist.
  • Knoblauch und Paprika zugeben und bei schwacher Hitze unter Rühren schmoren, bis die die Paprika weich ist. Pimenton und Tomaten unterrühren, salzen und pfeffern.
  • Unter gelegentlichem Rühren für 10 Minuten schmoren, währenddessen den Ofen auf 180 Grad O/U vorheizen.
  • Abschmecken und 2 Mulden in dem Gemüse bilden. Eier in die Mulden geben, salzen und pfeffern.
  • Im Ofen für 10 Minuten garen, bis das Eiweiß fest, das Eigelb aber noch flüssig ist, dann servieren.
Dauert ein bisschen, bis die Paprika weichgeschmort sind.
Dann wird alles in die vorgewärmte (guter Tipp!) Auflaufform umgefüllt und zwei Enteneier, die ich von meinem Enteneiermann bekommen habe, in die Mulden gesetzt.
Und nach so ungefähr einer Viertelstunde im Ofen sind die Eier gestockt und ich salze und pfeffere noch mal.
 EnteneierChakchuka

So ganz kann ich es nicht lassen, noch was zusätzliches miteinzubauen ;-)
Ein SafranCurcumaJoghurt mit Koriander macht sich nämlich hervorragend dazu.

Was soll ich sagen....schmeckt tatsächlich anders als beim Ottolenghi, pfeffriger und intensiver nach Paprika....vor allem der Tipp mit den Kirschtomaten aus der Dose war prima, sie bleiben noch ziemlich ganz und geben dann ihr Aroma beim Draufbeißen super ab.
Also, ich mag auch diese Version.
Und muss doch mal schauen, ob ich mir ein Kochbuch vom Herrn Hugh Dingens besorge :-D

Sonntag, 16. August 2015

KALB MIT WHISKEY

Schon vor einiger Zeit habe ich mal eine kleine Kostprobe von Simons Feinbrennerei in Alzenau bekommen.
Jetzt wollte ich doch endlich mal was damit machen....
Für's erste habe ich mir den Whiskey ausgesucht.
Bin ja jetzt nicht so der Whiskeykenner geschweige den Whiskeytrinker, aber das kleine Schlückchen, das ich probiert habe, war gar nicht mal so übel.
Den Rest habe ich dann aber lieber verkocht ;-)

So.
Mise en Place.
Spiralisierte Zucchini, kleingewürfelte Zwiebel, Knoblauch, Paprika sowie Kalbsgeschnetzeltes werden vorbereitet.
Das Fleisch wird kurz und knackig in der Pfanne in Butterschmalz angebraten, dann kommt es wieder heraus und im Bratensatz dünste ich Zwiebel und co an, während die Zucchinispiralen ins kochende Wasser kommen und kurz blanchiert werden.
Den Pfanneninhalt bestäube ich mit etwas Mehl, lösche alles mit dem Whiskey ab, lasse ihn verkochen und gebe dann einen Becher Sahne dazu, würze mit Salz, Pfeffer und Rosmarin und wenn alles etwas eingeköchelt ist, kommt das Fleisch zum erwärmen kurz vor dem Servieren wieder dazu.
Dann kann man alles schön vermischen und den wahrscheinlich letzten lauen Sommerabend draußen verbringen.
Zucchinispirelli
mit
Kalbsgeschnetzeltem in Whiskeysauce

Hat wirklich gut geschmeckt.
Ich hätte auch nichts gegen noch etwas Parmesan dazu gehabt, war aber leider keiner im Haus.

Freitag, 14. August 2015

SOMMERTRAUM

Confierte Tomätchen mit Sardellen, Kapern, Knoblauch, Olivenöl, Salz und Pfeffer.
Vorher:
Nach 30 Minuten bei 200 Grad im Backofen:
Bisschen Basilikum, geröstete Zedernüsse und Burrata:
Geschmorte Ofentomaten mit Burrata 
Wie gesagt, ein Traum.

Donnerstag, 13. August 2015

OLIVENGURKEN FÜR DIE ITALIENISCHEN MOMENTE IM LEBEN

Sagt der Züchter dieser Spezialgurke, der gleichzeitig ein Künstler und mein geschätzter Kollege ist :-)

Ist nicht das erste Mal, dass ich in den Genuss von Melothria scabra (Heimat tropisches Mittel- und Suedamerika) komme, aber selbstgezogene sind noch mal viel besser als Gemüsekistenware, längst nicht so sauer wie das Exemplar damals, vor sieben Jahren ;-)!


Die mir dankenswerter Weise zur Verkostung übergebene Olivengurken wurden mit ein paar anderen Köstlichkeiten kombiniert:
Geschmorte PaprikaGurkenBasilikumZiegenkäseSalat 
mit
Olivengurken
Das Gürkchen hat es echt in sich!
So mini und doch ein höchst intensivgurkiger Geschmack.
Eine Gurkengeschmacksexplosion, wie mein lieber Kollege und Spezialversorger zu sagen beliebte.

Dazu gab es noch einen perfekten rosa Lammlachs vom Grill sowie ein paar Zucchini und Aprikosen mit Rhabarberchutney.
Vielen Dank für die Gemüseversorgung!

Dienstag, 11. August 2015

GEGRILLTES GEMÜSE TROTZ HITZE BRINGT REGEN

Salat gut und schön, aber manchmal schmeckt was warmes trotz der Sommerwärme.
Deshalb habe ich ein paar Paprika mit Pfirsichen und Rosmarin in der Grillpfanne im Backofen gebacken und währenddessen einen Halloumi in der Pfanne knusprig gebraten.
Ein wenig vom Rhabarberchutney dazu, perfekt.
PaprikaPfirsichHalloumi
Und dann darf es auch gern mal wieder regnen.